



Kinder sind lernfreudige, lernfähige und lernbereite Wesen. Ihre Entwicklungsfenster sind gerade in den ersten Kindheits- und Schuljahren besonders weit geöffnet.
Daraus entsteht die Verantwortung, ihre Lebenswelt so zu gestalten, dass sie sich gesund entwickeln und die Welt in ihren Zusammenhängen erkennen lernen, Vertrauen in die eigenen wachsenden Kräfte und Fähigkeiten bekommen, die Sinnhaftigkeit des eigenen Handelns, Fühlens und Denkens entdecken.
Auch die Frage der Schulfähigkeit darf sich nicht an parteipolitischen oder wirtschaftlichen Interessen ausrichten, sondern an der körperlichen, seelischen, geistigen und sozialen Entwicklung des Kindes.
Die Zeit vor der Schule dient dazu, frei vom schulischen Lernen so genannte Basiskompetenzen zu entwickeln,auf denen später die schulische Erziehung und Bildung aufgebaut werden kann.
Gerade diese Basiskompetenzen versetzen die späteren Jugendlichen und Erwachsenen in die Lage, die Leistungsanforderungen des Lebens zu meistern.
Diese wiederum schaffen erst die Fundamente für anschließende Differenzierung. (Entnommen aus: Arbeitsmaterial für Kindergärten / Was Kinder brauchen - Herausgeber: Internationale Vereinigung der Waldorfkindergärten.)in Liebe erziehen,
in Freiheit entlassen.
Gegen 9.45 Uhr
räumen wir zusammen auf und treffen uns zum Morgenkreis.
Das Thema des anschließenden Reigens ist oft mit den Jahreszeiten verbunden. Es folgt ein gemeinsames,
gesundes Frühstück.
Um ca. 11.00 Uhr
gehen wir in den Wald oder Garten. Wir gehen jeden Tag an die frische Luft, ganz unabhängig vom Wetter.
kehren wir zurück und finden uns wieder im Gruppenraum ein, wo die Kinder ein Märchen anhören dürfen, das mitunter als Puppenspiel gestaltet ist. Ein gemeinsames Gebet schließt den ersten Tagesabschnitt ab.
12.45 Uhr
die erste Abholzeit beginnt.
Für Kinder, die länger bleiben, gibt es von Montag bis Donnerstag um 13.00 Uhr immer ein warmes,
meist vegetarisches Mittagessen.
die zweite Abholzeit für die Kinder, die nur Mittagessen haben. Unsere Nachmittagskinder legen sich nach dem Essen hin und halten eine längere Ruhepause ein. Manche schlafen, manche sind einfach nur still und ruhen sich so aus. Nach der Mittagsruhe gehen wir in den
2. Tagesabschnitt, der jeden Tag einen anderen Schwerpunkt hat: Vorschularbeit, Spaziergänge zum Bauernhof, kreatives Gestalten musikalische Früherziehung, Spielen im Garten oder andere Aktivitäten.

Montags
ist z.B. Waldtag und zum Frühstück gibt es Reiswaffeln.
malen wir mit Aquarell- farben und essen Sahnegrütze.
Mittwochs
ist Backtag. Wir backen Brötchen fürs Frühstück am nächsten Tag oder Gebäck für
unsere Festtage und essen Hirsebrei mit Tomatensoße.
Donnerstags
machen wir Eurythmie (eine Bewegungskunst nach R. Steiner)
und lassen uns die Roggenbrötchen schmecken die wir am Vortag gebacken haben.
Freitags
findet das Wachskneten statt und zum Frühstück gibt es Hafermüsli.
Wir versuchen dabei, jedes einzelne Kind so in seiner Entwicklung zu fördern, dass es zu einem freien, mündigen Menschen werden kann.
Dieser Prozess wird mit Sicherheit viele Jahre seines Lebens in Anspruch nehmen, doch die ersten sieben Jahre sind besonders prägend.
In dieser Zeit werden die Grundlagen gelegt. Was hier geschieht oder nicht geschieht, und vor allem wie es geschieht, hat Einfluss auf seine ganze spätere Entwicklung.
Die Prinzipien der Waldorfpädagogik sehen wir in diesem Zusammenhang als besonders geeignet, dieser Verantwortung gerecht zu werden. Einzelheiten dazu werden im Folgenden dargestellt.