Kindergarten

Leitgedanke

Kinder kommen als Individuen zur Welt, die sich mit ihren Begabungen, Neigungen, Interessen und auch Handicaps entwickeln und ihren eigenen Weg gehen wollen. Um diesen Prozess so gut wie möglich zu gestalten, brauchen sie kompetente erwachsene Vorbilder, liebevolle und sichere Beziehungsverhältnisse und ihre eigene Entwicklungszeit. Kinder gehören nicht in das Zeitraster der Erwachsenenwelt und auch nicht in deren wirtschaftliche und politische Zweckvorstellung.

(Formuliert von der Internationalen Vereinigung der Waldorfkindergärten)

(s.Konzeption Kindergarten)

Öffnungszeiten

 

Montag – Donnerstag
7:30 – 16:00 Uhr (bei Bedarf ab 07:00 Uhr)

Freitag
7:30 – 15:00 Uhr

Bringzeiten
7:30 Uhr – 9:00 Uhr

Abholzeiten
12:30 Uhr – 13:00 Uhr
13:15 Uhr – 13:30 Uhr
14:30 Uhr – 16:00 Uhr

Gruppenstruktur

Der Kindergarten hat 35-40 Plätze, davon bieten wir auch Integrativplätze an. Diese Plätze werden auf zwei Gruppen aufgeteilt.

Die Sternengruppe hat in der Regel ca. 18 Kinder im Alter von 4 Jahren bis Vorschulalter.

Das Personal der Sternengruppe:

-Eine Erzieherin mit Waldorfzusatzausbildung (Gruppenleitung)

– Eine Erzieherin als Zweitkraft

Die Wichtelgruppe hat in der Regel ca. 17 Kinder im Altern von 2,5 Jahren bis 4 Jahren.

Das Personal der Wichtelgruppe:

-Erzieherin mit der Ausbildung zur Heilpädagogin

-Eine Heilpädagogin

Außerdem haben wir noch eine Kinderpflegerin als Springer, die sowohl am Nachmittag als auch bei Krankheit aushilft.

Da wir ein Ausbildungsbetrieb sind haben wir auch immer wieder Praktikanten die uns unterstützen.

Unser Tagesablauf

Unser Tag im Waldorfkindergarten ist so strukturiert, dass sich freilassende und konzentrierte Phasen abwechseln. Auf eine anspannende Phase folgt eine entspannende und umgekehrt. Wir beginnen am Morgen mit lockerem Freispiel und dem Zubereiten des Frühstücks.

Gegen 9.45 Uhr
räumen wir zusammen auf und treffen uns zum Morgenkreis. Das Thema des anschließenden Reigens ist oft mit den Jahreszeiten verbunden. Es folgt ein gemeinsames, gesundes Frühstück.

Um ca. 10.30 Uhr
gehen wir in den Wald oder Garten. Wir gehen jeden Tag an die frische Luft, ganz unabhängig vom Wetter.

Etwa um 12.00 Uhr
kehren wir zurück und finden uns wieder im Gruppenraum ein, wo die Kinder ein Märchen anhören dürfen, das mitunter als Puppenspiel gestaltet ist. Ein gemeinsames Gebet schließt den ersten Tagesabschnitt ab.

12.30 Uhr – 13.00 Uhr
die erste Abholzeit beginnt. Für Kinder, die länger bleiben, gibt es von Montag bis Freitag um 12.30 Uhr immer ein warmes, meist vegetarisches Mittagessen.

13.15 – 13.30 Uhr
die zweite Abholzeit für die Kinder, die nur Mittagessen haben. Unsere Nachmittagskinder legen sich nach dem Essen hin und halten eine längere Ruhepause ein. Manche schlafen, manche sind einfach nur still und ruhen sich so aus.

Zweiter Tagesabschnitt

Ruhezeit

13.30 – 14.30
Nach der Mittagsruhe gehen wir in die Freispielzeit im Gruppenraum, Spaziergänge zum Bauernhof, spielen im Garten oder andere Aktivitäten.

Die 3. Abholzeit ist von 14.30 – 16.00 Uhr.

Unser Wochenablauf

Genau wie jeder einzelne Tag, hat auch die Woche selbst ihren ganz spezifischen Rhythmus. Dieser Rhythmus wird für die Kinder durch bestimmte Tätigkeiten oder Aktionen und eine spezielle Speise beim gemeinsamen Frühstück erkennbar, die immer ein und demselben Wochentag zugeordnet sind.

Montags

ist z.B. Wachskneten und zum Frühstück gibt es Milchreis.

Dienstags

malen wir mit Aquarell- farben und essen Sahnegrütze.

Mittwochs

ist Backtag. Wir backen Brötchen fürs Frühstück am nächsten Tag oder Gebäck für unsere Festtage und essen Hirsebrei mit Tomatensoße.

Donnerstags

machen wir Eurythmie (eine Bewegungskunst nach R. Steiner) und lassen uns die Roggenbrötchen schmecken die wir am Vortag gebacken haben.

Freitags

findet der Waldtag statt und zum Frühstück gibt es Müsli o. Maiswaffeln

Im Mittelpunkt unseres pädagogischen Bemühens steht immer das Kind mit seinem jeweiligen Entwicklungsstand. Ihm gilt unsere ganz besondere Aufmerksamkeit.

Wir versuchen dabei, jedes einzelne Kind so in seiner Entwicklung zu fördern, dass es zu einem freien, mündigen Menschen werden kann.

Dieser Prozess wird mit Sicherheit viele Jahre seines Lebens in Anspruch nehmen, doch die ersten sieben Jahre sind besonders prägend.

In dieser Zeit werden die Grundlagen gelegt. Was hier geschieht oder nicht geschieht, und vor allem wie es geschieht, hat Einfluss auf seine ganze spätere Entwicklung.

Die Prinzipien der Waldorfpädagogik sehen wir in diesem Zusammenhang als besonders geeignet, dieser Verantwortung gerecht zu werden. Einzelheiten dazu werden im Folgenden dargestellt.